RIO DE JANEIRO - ein Traum


Oi:)

erstmal tut es mir wahnsinnig leid, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Aber es war ein wenig kompliziert - alles nicht so einfach... Und ehrlich gesagt hatte ich auch ein wenig meine Motivation und Lust am Schreiben verloren. Gründe kann ich nicht nennen, ich denke mal das wurde einfach nur durch die ganzen Umstände ausgelöst...
Sagen wir es einfach mal so, der Januar war der schwierigste Monat in meinem Auslandsjahr. In der Hoffnung natürlich, dass es auch so bleibt *_* Aber jeder hat eine schwierige Zeit in seinem Auslandsjahr, aber auch das geht vorbei. Und bei dem einen fällt sie leider ein bisschen schlimmer, länger, schwieriger, unerwarteter... gibt viele Adjektive die das beschreiben. Zusammengefasst sagen wir jetzt einfach mal, dass der Januar zum Glück vorüber ist, es mir mittlerweile sehr gut geht und es sich alles zum Positiven gewendet hat.
Also was habe ich gelernt: Alles - auch wenn es noch so negativ scheint, wendet sich immer alles zum Positiven! Nur nicht aufgeben (gerade auch an andere Austauschschüler - aber ihr kennt das sicherlich)
Jetzt möchte ich gar nicht mehr weiter über dieses Thema schreiben, sondern lasst uns lieber zum schönen Teil kommen.

Denn auch wenn der Januar nicht mein Lieblingsmonat sein wird und eher mit unschönen Erinnerungen im Gedächtnis bleiben wird, wegen einer Sache liebe ich ihn dafür umso mehr! Sagen wir es genauer, die Zeit vom 19.01.2019 - 23.01.2019. Denn diese 5 Tage hingegen werden immer in meinem Herzen als einer der besten Erinnerungen und Erlebnisse meines Auslandsjahres. Denn in dieser Zeit habe ich die Reise nach Rio de Janeiro mit BeloBrasil gemacht. Und ja, ich war in RIO DE JANERIO - auch wenn ich es manchmal immer noch nicht glauben kann. Wenn ich mir manchmal die unzähligen Fotos anschaue und mich dann frage, ob ich wirklich dort war. Falls das jemand nicht nachvollziehen kann, stellt euch mich in Deutschland vor beim Abschiedsbuch gestalten und voller Sehnsucht ein Bild von Rio und von der Christusstatue auf den Umschlag kleben....
mit nur einem Gedanken... Wie gerne würde ich einfach nur einmal vor der Christusstaue stehen. Zusammengefasst mein Traum, den ich lange Zeit für unerfüllbar gehalten habe.
Bis zu diesem Samstag als ich am Morgen von meiner Gastfamilie zum Flughafen gefahren wurde, bereit für das vielversprechende Erlebnis! Aber natürlich bei der ganzen Freude muss wie immer eine Schwierigkeit auftauchen - sonst wäre es ja langweilig... Aber habe mich mittlerweile daran gewöhnt, am Anfang war es allerdings echt hart. Aber auf jeden Fall wollte ich dann am Gate ins Flugzeug einsteigen und bekam dann die tolle Nachricht, dass das Online Program irgendwie fälschlicherweise meinen Sitzplatz storniert hatte. Schön nicht, wenn man dann auch noch mitbekommt, dass das Flugzeug überfüllt ist. Und nach einer Ewigkeit habe ich dann doch einen neuen Sitzplatz bekommen. Und ratet mal, der war im Flugzeug auch schon besetzt. Nach einer zweiten gefühlt hilflosen Ewigkeit (diesmal wenigstens schon im Flugzeug) hatte ich dann einen Sitzplatz und mit 20 min Verspätung ging es los. Das war jetzt nicht unbedingt ein toller Anfang für meine Traumreise, aber sehen wir mal wie es weiterging.
In Rio angekommen (1h Flugzeit) sollte mich eigentlich eine Mitarbeiterin empfangen, die aber irgendwie auch nicht da war. Nach 10 Minuten habe ich sie dann aber finden können und auch die ersten Austauschschüler getroffen. Ihr müsst wissen, diese Reise ist nur für Austauschschüler von allen Organisationen aus aller Welt. Dementsprechend konnte ich dann auch die Erfahrung machen mit einem Brasilianer, Finnländer und zwei Thais in einem Auto zu sitzen ( wie gesagt aus aller Welt)
Auf der Fahrt zu unserem Hotel direkt an der Copacabana war ich lustigerweise die ganze Zeit auf der Suche nach irgendwas Besonderem. Versteht ihr?! Irgendwas das zeigt, dass ich wirklich in Rio de Janeiro bin. Denn auf den ersten Blick war es einfach wie eine normale Stadt, nichts Besonderes... Natürlich ist Rio auch nur eine Stadt, aber ihr wisst was ich meine... Als ich dann zusammen mit den anderen die Christusstatue entdecken konnte, war es dann um mich geschehen. Denn in nur 3 Tage würde ich dort sein...
Im Hotel habe ich dann erstmal noch viele andere ATS kennengelernt aus weiteren Ländern wie Mexiko, Belgien, Frankreich, USA, Kanada, Kolumbien, Italien, Venezuela, Dänemark, Taiwan, Ungarn... und natürlich auch noch 6 andere aus Deutschland. Insgesamt waren wir 46 Leute und zu meiner Überraschung unglaublich viele aus Mexiko.
Was am Anfang auch ein wenig komisch war, dass gefühlt jeder sich durch Rotary und frühere Reisen schon kannte und ich einfach niemanden kannte bis auf Anna, eine andere Deutsche.
Das hat sich dann aber zum Glück schnell geändert und ein Zimmer habe ich mir geteilt mit 2 Mexikanerinnen und einer aus Belgien.

Den Nachmittag hatten wir dann komplett frei und dementsprechend bin ich dann erstmal mit den 2 Mexikanerinnen und einem weiterem Mexikaner auf die Straße gegangen. Denn dadurch, dass wir schon nur ungefähr 5-10 Minuten vom weltberühmten Strand der Copacabana entfernt waren, wollten wir den natürlich auch sehen. Und enttäuscht wurden wir nicht - denn wir wurden von einem traumhaften weißen Sandstrand zusammen mit blauem Himmel und das Meer im Hintergrund empfangen. Was möchte man mehr?! Und außerdem war es nochmal schöner, zu wissen dass man nicht gerade an irgendeinem Strand in Brasilien ist, sondern an der Copacabana.

Danach haben wir dann noch den Hotelpool genossen bevor es auch schon zum Gruppentreffen und Abendessen ging. Dies fand immer in einem All-you-can-eat Restaurant statt und war meiner Meinung nach nicht unbedingt sonderlich lecker. Danach habe ich mich noch mit anderen in der Lobby getroffen bis Mitternacht. Dann bin ich schlafen gegangen voller Vorfreude auf den nächsten  Tag.



Am Sonntag ging es dann auch schon früh aus dem Bett, aber allein wegen dem Frühstück hat es sich zu 100% gelohnt. Denn nachdem ich die Monate davor eigentlich das Frühstück schon komplett ausfallen gelassen habe, denn nach einer gewissen Zeit ging Toastbrot mit Käse und mit Glück noch mit Schinken echt nicht mehr. Dementsprechend könnt ihr euch nicht vorstellen wie toll ich dieses Hotel Frühstück fand, sooooo lecker. Danach sind wir aufgebrochen zu unserem 1. Programpunkt, dem Museum von morgen (Museu do amanha). Falls ihr davon noch nichts gehört habt: Es ist ein Technik Museum über Zeit und Galaxie, heute & morgen... Schon von außen ist es wirklich besonders und als erstes hatten wir eine 3D Vorstellung über die Entstehung der Galaxie und konnte danach noch weitere Ausstellungen besichtigen.
Es war wirklich schön und ich finde es ein sehr gelungenes und interessantes Museum.

Danach konnten wir noch etwas von der unglaublichen Straßenkunst Rios bestaunen. Aber nicht zu vergessen, es war wirklich unfassbar heiß - zu heiß.



Danach sind wir zum Mittagessen in den Shoppingcenter gefahren bevor es dann auch schon zur Copacabana ging. Dort haben wir als erstes die Festung der Copacabana besichtigt und dann konnten wir baden gehen. Als letztes sind wir noch zum Markt der Copacabana gegangen, wo wir dann auch Zeit hatten Souvenirs zu kaufen. Den ganzen Tag habe ich in der Gruppe mit 5 Freunden (Mexikaner und Kolumbianer) verbracht. Hatte bloß einen Nachteil, dass deren Muttersprache natürlich spanisch ist und sie dann natürlich auch darin reden möchten. Mit meinen geringen Spanischkenntnissen konnte ich zwar größtenteils alles verstehen, aber an Mitreden natürlich nicht zu denken. Aber das war denn
och kein Problem. Denn sie haben für mich übersetzt und ich habe einfach portugiesisch geredet.
Ich danke euch für die schöne Zeit, es war wirklich mega cool und wir hatten echt viel Spaß. ❤Saudades!


Den Abend habe ich dann noch mit meinen Freunden verbracht auf unserem Zimmer bis Mitternacht. Dann bin ich komplett erschöpft, aber wahnsinnig glücklich über diesen tollen Tag eingeschlafen.

Am nächsten Tag hieß es wieder früh aufstehen, um zu unseren Stadttour durch das historische Zentrum von Rio aufzubrechen.
Dort haben wir zuerst die Igreja besichtigt und sind dann weiter durch das Zentrale spaziert, vorbei an einem Hafen, konnten einzigartige Straßenkunst bestaunen und einfach eine andere Seite von Rio kennenlernen, über die nicht so viel gesprochen wird. Danach haben wir weitere sehenswerte Gebäude besichtigt wie den Kaiserpalast,
 eine andere Kirche sowie das Stadttheater und haben auch einfach die alte Architektur kennengelernt, wirklich wahnsinnig hübsch.


Allerdings war es wahnsinnig warm und dann noch in der Sonne laufen war wirklich hart. Danach sind wir nur zur  Confeitaria Colombo gegangen (das ist eine berühmte Konditorei im Stiel eines Wiener Kaffeehauses) - dementsprechend auch ziemlich teuer, aber wirklich schön.

Nachdem wir nach 3h Stadtführung bei unerträglicher Hitze schon wirklich erschöpft und uns nach Klimaanlage und Wasser gesehnt haben, kam erst mein persönliches Highlight: das bekannte Künstlerviertel "Santa Teresa" und die Künstlertreppe "Escadaria Selarón" Dadurch hatte gefühlt jeder neue Energie um bei 38°die Treppen hochzurennen, um das perfekte Foto zu schießen. Allerdings war die Treppe komplett überfüllt mit Touristen. Aber es ist wirklich ein wunderschönes Viertel und dafür hat sich die fast 4h Laufen in extremer Hitze wirklich gelohnt. Danach sind wir wieder zum Shoppingcenter gefahren zum Mittagessen und danach Freizeit. 

Anschließend ging es weiter zum Fußballstadion "Maracanã". Dort haben wir erst die Ausstellung angeschaut und die Kabinen der Spieler bis wir dann zum Spielereingang und den Sitzplätzen gegangen. Es ist wirklich riesig das Stadion und wahnsinnig schön. 
Anschließend ging es weiter zum Sambódromo (der Paradeplatz, an dem jedes Jahr die Umzüge der Sambaschulen an Karneval stattfinden)
Als wir es besichtigt haben, war es allerdings nur eine Metallkonstruktion.

Unvorstellbar wie schön und farbenfroh es dann an Karneval bei den weltbekannten Umzügen der Sambaschulen ist. Ich konnte dann außerdem ein Thermometer sehen, welches 47° anzeigt - die Hölle, wirklich unvorstellbar diese Hitze. Und ich frag mich echt wie ich das überlebt habe.


Danach ging es weiter zum Zuckerhut (Pão de açúcar e Morro da Urca)Dort mussten wir erstmal eine Weile warten bis es dann in die Gondel und nach oben ging. Dort angekommen warte eine einzigartige Aussicht auf uns mit Blick auf ganz Rio de Janeiro. 


Sogar die Christusstatue war in klein zu erkennen und natürlich einen fantastischen Blick auf den Zuckerhut. Danach ging es weiter nach oben auf den Zuckerhut. Von dort war der Ausblick noch einmal viel schöner und wirklich atemberaubend. Denn auch die Sonne ging so langsam unter und ließ den Himmel noch schöner aussehen. 


Danach sind wir gegen 10 Uhr fix & fertig wieder im Hotel angekommen. Erschöpft aber mega glücklich über diesen einzigartigen Tag in Rio de Janeiro.


Natürlich herrschte auch die große Vorfreude auf den nächsten Tag, denn dann würden wir endlich die Christusstatue (Christo Redentor) sehen. Aber auf der anderen Seite war es auch traurig, denn somit war schon der letzte Tag gekommen. Die Zeit ist wirklich viel zu schnell vorbeigegangen:(

Am nächsten Morgen ging es dann schon ganz früh los zur Christusstatue. Mein Traum wurde Wirklichkeit... Ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet einmal in meinem Leben vor der Christusstatue zu stehen und natürlich nicht zu vergessen ein Bild zu machen:)❤️
Auf jeden Fall sind wir dann erstmal 20 min mit einem "Zug" hochgefahren durch den Wald und konnten Affen beobachten. Oben angekommen war es soo heiß, aber wirklich heiß. Ich glaube mir war in meinem Leben noch nicht so heiß - die Hölle. Aber auf der anderen Seite war das auch egal, denn das was zählte war due Christusstatue:)

 Es war wirklich ein unglaubliches Gefühl und ich kann es manchmal immer noch nicht realisieren, dass ich wirklich dort war. Nachdem wir dann eine Ewigkeit in der Sonne standen um Fotos zu machen ging es wieder zurück und zum Glück in den klimatisierten Bus.
Mittagessen waren wir wieder im Shoppingcenter und danach ging es an den Strand von Ipanema zum Entspannen.
Der Strand ist wirklich wahnsinnig schön, weißer Sandstrand - was möchte man mehr... Der einzige Kritikpunkt war, dass das Meer sehr hohe Wellen hatte. Dementsprechend nichts für mich.

Am Abend hatten wir dann zum Abschluss eine Funk und Sambatanzstunde. Das war wirklich ein Spaß auch wenn ich vielleicht nicht unbedingt sonderlich viel Talent habe. Aber ich hatte Spaß, die Hauptsache...
Danach haben wir uns alle nochmal getroffen, um uns zu verabschieden. Danach habe ich noch ein bisschen Zeit mit meinen Freunden verbracht. Die 5 Tage sind so unfassbar schnell vorbeigegangen, waren aber unglaublich schön und die Erinnerungen werden immer in meinem Herzen bleiben. Denn ich konnte nicht nur eine traumhafte Stadt kennenlernen mit vielen berühmten Sehenswürdigkeiten, nein ich konnte auch Leute aus aller Welt und neue fantastische Freunde finden. Nicht zu vergessen ich hatte unfassbar viel Spaß. Aber leider enden die schönsten Sachen immer viel zu schnell und es geht nach Hause zurück...😢

Und jetzt am Ende möchte ich mich noch einmal bei euch allen für die wunderschöne Zeit bedanken, es war wirklich unbeschreiblich! Vermisse euch ❤️
Und natürlich ein riesiges Dankeschön an meine Eltern, die mir diese einzigartige Reise ermöglicht haben und mir somit meinen Traum erfüllt haben!!


Ich hoffe mein Post hat euch gefallen:)

Beijos

Lea ❤️

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